Ein Workstationleben mit Ressourcen Management:

Wenn neue Hardware angeschafft wird, kann diese per Multicast unter benutzung von PXE Technologien mit einem Image bespielt werden. Diese Image liegt auf dem ZENworks Image Server und wird automatisch aufgrund der Hardwareausstattung des PC ausgewählt. Aussergewöhnlich ist die Möglichkeit der Bearbeitung solcher Images. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern, bietet Novell die Möglichkeit auch NTFS-Images zu editieren, was die Erarbeitung solcher Images erheblich vereinfacht.
Nach dem ersten neustart des PC registriert sich dieser automatich im Directory und ein Workstationobjekt wird erzeugt.
Bei der ersten Anmeldung eines Benutzers, wird policygesteuert ein lokales Benutzerprofil für diesen Benutzer angelegt. Dieses Profil kann konfigurationsabhängig nach Beendigung der Sitzung wieder entfernt werden. Weiterhin werden dem Benutzer alle erforderlichen Desktop- SIcherheits-, und Softwareeinstellungen mitgegeben. Benötigte Programme stehen dem Benutzer an jeder Arbeitsstation zur Verfügung, bei der die Voraussetzungen für diese Software gegeben sind (es macht keinen Sinn eine Scanneranwendung auf einem PC ohne Scanner zu installieren).
Die Software wird dem Benutzer beim ersten Aufruf "on the Fly" installiert, um unnötiger Ressourcenverschwendung vorzubeugen. Ist eine Anwendung einmal fehlerhaft, kann sie durch den Benutzer sehr einfach durch das Betätigen der rechten Maustaste und der Auswahl "Überprüfen" wieder instandgesetzte werden. In diesem Fall überprüft der Managementsagent, ob alle Dateien, Registry- und INI-Einträge für diese Anwendung vorhanden sind. Bei der Erkennung von Fehlern werden diese auf den Urzustand zurückgesetzt und in der Regel funktioniert diese Anwendung wieder einwandfrei. Wenn wichtige DLL´s oder die ausführbare Datei der Software fehlen, stellt dies die Managementsoftware selbsttändig fest und schlägt dem Benutzer eine Überprüfung vor. Diese Technologie nennt man "selfhealing" oder "selbstheilend".
Regelmäßig wird auf den Workstations eine Inventarisierung der Hard- und Software durchgeführt. Die aus diesem Inventarscan gewonnenen Daten werden in einer Datenbank zentral gespeichet und können über normale ODBC-Schnittstellen oder vorgefertigte Reports abgefragt werden. So lässt sich in kürzester Zeit, ohne grossen Aufwand ein Überblick über die Vorhandene Hard- und Softwareinfrastruktur erbringen. Mit diesen Informationen kann beispielsweise herausgefunden werden, welche Workstations für ein bestimmtes Softwareupgrade nicht mehr geeignet sind.
Wenn es doch einmal zu größeren Problemen kommt, kann der Administrator über das Benutzer- oder Workstationobjekt des Anwenders auf dessen Arbeitsstation zugreifen. Dort kann er folgende Aktionen ausführen: Remotecontrol - um die Kontrolle über den PC zu übernehmen und unabhängig vom Anwender Einstellungen vornehmen zu können. Wenn es sich bei diesen Einstellungen um Sicherheitsrelevante Aktionen handelt, die den Benutzer nicht zu interessieren haben, hat der Administrator die Möglichkeit die Tastatur und die Maus zu sperren und den Bildschirm schwarz zu schalten. Remoteview - Der Benutzer erlaubt dem Administrator ihm "über die Schulter zu schauen", er hat aber keine Möglichkeit einzugreifen. Dies erleichtert häufig die Lösung eines Problems, da alle von der gleichen Sache reden. Remote Execute - ermöglicht es dem Administrator Anwendungen auszuführen, als würde er diese über Start->Ausführen starten. Da diese Eingabe an der Administrationsworkstation geschieht, ist diese Aktion für den Benutzer nicht ersichtlich. Remote Diagnose - gibt dem Administrator einen schnellen Überblick über die Hardware, das Environment, sowie die Ereignissprotokolle der Arbeitsstation. Dateiübertragung - gibt dem Administrator auf das Dateisystem der Workstation zuzugreifen und gegebenenfalls Dateien auszutauschen, nachzuladen oder herunterzuladen. Reaktivierung - mit dieser Option lässt sich eine "Wake up on LAN" fähige Workstation über das Netzwerk einschalten. So kann eine unbenutzte Arbeitsstation zu Wartungs- oder Installationszwecken remote benutzt werden.
Sollte auch die Remoteunterstützung keine Lösung für das Problem ergeben, besteht als letzte Instanz die Möglichkeit, die Arbeitsstation mit einem neuen Image zu versehen, womit sich der Kreis wieder schließt.
Ausrangierte Workstations werden aus dem Directory und der Datenbank nach einem freidefiniertem Zeitraum entfernt. Welche Arbeitsstationen in diesem Fall als ausrangiert zu gelten haben, wird an dem Zeitraum der inaktivität festgemacht. Hat sich ein PC einen gewissen Zeitraum nicht mehr am Directory authentiziert, wird er aus diesm entfernt.